Boris Bethge

Wie ein Kater meine Akt-Porträts beeinflusst

Authentizität oder auch Stimmigkeit ist mir in meiner Bildsprache sehr wichtig. Auch wenn es um Posing, besser noch „Nicht-Posing“ geht. Genau hier hat mir Studiokater Merlin in die Hände gespielt. Bevor jetzt die Frage kommt, was der Kater denn jetzt mit meinen Akt-Porträts zu tun hat, einmal alles auf Anfang.

Das Initial war ein Shooting mit Nicole, in das sich Kater Merlin hineingeschummelt hatte. Wir hatten Merlin wenige Wochen zuvor in unsere Familie aufgenommen. Ich fotografierte Nicole gerade liegend, als Kater Merlin durch die Tür kam und zielstrebig auf sie zu tapste. Dieses Strahlen, das diese Begegnung auf Nicoles Gesicht zauberte, war bemerkenswert.

Merlin ist übrigens sehr kontaktfreudig, so dass die beiden unbeschwert miteinander agiert haben. So ist innerhalb des von mir gesetzten Rahmens, zwischen Merlin und Nicole, eine eigene Handlung entstanden. Es war also nicht nur die Interaktion zwischen mir als Fotografen und Nicole vor der Kamera, sondern auch zwischen ihr und Merlin als zusätzlichen Protagonisten. Die besondere Stimmung und vor allem die außergewöhnlichen Bilder die dabei entstanden sind, haben mich begeistert. Darüber hat der Kater sich als Mitarbeiter des Monats qualifiziert und ist zu „Studiokater Merlin“ aufgestiegen.

Auch wenn ich ein Stück weit ausgeblendet wurde, gab es einen feinen Kommunikationsfaden zu Nicole. Es fühlte sich irgendwie an wie ein Wechselspiel zwischen einem Portrait-Shoot mit sehr viel Nähe und einer Reportage von der Seitenlinie aus. Jetzt war ich natürlich sehr neugierig, ob dieser Effekt eine Eintagsfliege bleibt oder reproduzierbar wäre.

Bei den kommenden Shoots habe ich Merlin, immer wenn seine Neugierde die Oberhand bekam, für ein bis zwei Settings mit eingebaut. Im Anschluss sind auch wieder Bilder ohne Kater entstanden. Das war der Start für das Langzeit-Projekt „Merlin and the Nudes“, das mich bis hierher 14 Monate lang begleitet hat.

Essentiell für mich ist, was Merlins Anwesenheit mit uns Menschen und im Besonderen mit Frauen macht, die bekanntlich über sehr feine Antennen verfügen. Und wie dieses zusätzliche Element die Bildstimmung beeinflusst und neue Facetten erst möglich macht. Ein Aspekt dazu ist sicherlich die Eigendynamik, die bei den Frauen ein natürlicheres Verhalten provoziert und darüber zu noch authentischeren Bildern führt. Dies macht es sehr reizvoll für mich.

Studiokater Merlin sorgt durch sein Wesen für spannende Variablen innerhalb des Zusammentreffens. Es bringt auf der einen Seite eine Leichtigkeit und Eigendynamik in den Shoot, zum anderen aber ist die Inszenierung, Bildaufbau usw. ungleich schwerer. Wenn man einer Katze eine Anweisung gibt, nimmt sie es zur Kenntnis und kommt vielleicht später darauf zurück. Es ist in keiner Weise vorhersehbar und benötigt noch mehr Geduld und Empathie.

Für Fotograf*innen, deren Fokus eher auf der technischen Umsetzung und der Kontrolle über das Geschehen liegt, ist es sicherlich eine interessante Erfahrung, zu erleben, dass los- oder laufenlassen zu anderen Bildergebnissen führen kann. Bilder, die man sonst vielleicht nicht bekommen würde.

Eine Katze am Set ist übrigens auch ein Indikator für die Stimmung während des Shoots. Katzen sind da kompromisslos und unbestechlich. Sie haben ihren eigenen Kopf. Wie heißt es so schön: „Hunde haben Herrchen, Katzen haben Personal.“ Wenn die Stimmung am Set nicht passt, würden auch diese besonderen Bilder nicht entstehen. Wenn aber alles passt, sorgt dieses sympathische Fellknäul wie ein Turbolader dafür, dass es noch entspannter und vor allem noch ungestellter wird.

Wenn dem Kater langweilig wurde, hat er sich einfach wieder ausgeblendet. Manches Mal auch nur in die Ecke gelegt, um das Treiben zu verfolgen oder ein Mittagsschläfchen zu machen.

Dieses Projekt ist übrigens kein Ausflug in die Tierfotografie. Ich bleibe ich meinem Sujet „Akt-Porträt“ treu. Da gilt: „form follows function“, in meinem Fall: „form follows mindset“. Ich kann aber für meine Bildsprache auf zusätzliche Elemente zugreifen. Hinzu kommt, dass Merlin als weiterer Protagonist in Tiergestalt den Interpretationsspielraum der Bildergebnisse erweitert. Ein interessanter Aspekt dazu ist sicherlich auch das Thema Projektion.

Wir sehen die Welt, wie wir selbst sind und sind in unserer Wahrnehmung durch unsere persönliche Einstellung limitiert. Darüber, was uns geprägt hat und in uns steckt. Vereinfacht ausgedrückt: Wir schauen durch eine gefärbte Brille. Dies ist, denke ich, auch ganz essentiell für die eigene Bildsprache. Eine sehr spannende Frage dazu für mich: Welche Rolle projiziert sowohl der Fotograf (also ich) sowie auch das Publikum, über den zusätzlichen Protagonisten in Tiergestalt in die Bilder? Und sei es vielleicht auch nur unbewusst über die Bildauswahl.

Betrachtet die Bilder auch einmal gezielt unter diesem Aspekt. Vielleicht fällt Euch auf dem einen oder anderen meiner Bilder etwas dazu auf. So ist aus der Begegnung mit Merlin und 13 einzigartiger Frauen eine außergewöhnliche Themen-Monografie entstanden. Die Bildergebnisse sind in meinem FineArt-Magazin, Ausgabe „Merlin and the Nudes“, in gedruckter Form veröffentlicht.

Informationen zum Magazin

zum Shop: „Merlin and the Nudes“ von Boris Bethge
Sprache: Deutsch
Einband: Softcover
Seiten: 72 Seiten, Pigmentdruck auf mattem 170 g GalaxiArt Samt
Maße: 24 x 32 cm
Verlag: Eigenverlag
Preis: 27,90 €

Oh, ein Boris. Aber kann ja nicht, ist ja Farbe …

Mein Image-Berater hatte mir zwar abgeraten Bilder in Farbe zu zeigen, ich habe mich mit dieser Strecke von Sophie aber doch getraut. Eine Bildstrecke in Farbe, für einige die mir schon länger folgen ungewohnt. Das liegt sicherlich auch daran, dass ich überwiegend Bilder oder Bildstrecken in SW veröffentliche. Umso mehr freue ich mich über die Reaktionen. Besonders wenn auch Farb-Bilder über meine Bildsprache erkannt werden.

Ich dachte zunächst, oh, ein Boris. Aber kann ja nicht, ist ja Farbe. Aber hoppla, ist ja doch ein Boris. Farbliche Weihnachtsüberraschung. Michael Scharrer

Sensual Porträt mit Fensterlicht

Erlebt Schritt für Schritt wie ich meine Bildergebnisse erziele. Manches Mal erstaunlich einfach! Erfahrt worauf es beim Umgang mit dem Modell tatsächlich ankommt, um Stimmungen und Blicke zu bekommen die oft der Kamera vorenthalten bleiben. Ihr werdet erstaunt sein, wie kleine Änderungen am Setting und in eurem Verhalten zu beeindruckend besseren Ergebnissen führen. Licht sehen und wirklich verstehen. Ich lasse Euch live an meinen Mindset, meinen Gedanken teilhaben, welches Ziel ich mit der jeweiligen Arbeitsweise verfolge. Am Ende des Workshops habt Ihr nicht nur Bilder nachgestellt, sondern seit selbst den Weg gegangen. Genau dies macht den Unterschied. Streng auf 4 Teilnehmer limitiert.

TERMINE

Da Workshops zur Zeit nicht sinnvoll umsetzbar sind werde ich meine Jahresplanung für 2021 erst umsetzen sobald es da klare Sicht gibt. Wenn ihr an einem meiner Workshops interessiert seid, schickt mir doch bitte eine E-Mail an kontakt@borisbethge.de und ihr bekommt eine Benachrichtigung, sobald es wieder Workshop-Termine gibt. Wer zeitnah geballtes Input zu meiner Arbeitsweise und meinem Mindset erhalten möchte, sollte vielleicht über ein Individual-Coaching nachdenken, siehe hier

ECKDATEN

10 bis 16 Uhr
Preis: 299,- Euro
streng auf 4 Teilnehmer limitiert! (min. 3 Teilnehmer)
Ort: Deelstücke 8, 27721 Ritterhude (bei Bremen)

ES WIRD SEHR INTENSIV

Was Euch erwartet? Sehr viel Praxis, wenig Theorie bla bla und saumäßig viel Spaß! Ich möchte, dass ihr Licht seht und versteht wie ihr es geschickt einsetzen könnt. Dieser Workshop ist ein aktives Hands-On-Erlebnis. Damit ich auf jeden von euch individuell eingehen kann und ihr möglichst viel mitnehmen könnt, ist der Workshop streng auf 4 Teilnehmer limitiert. So kann jeder in Ruhe mit dem Model arbeiten, ohne Stress und ohne Stoppuhr. Ihr begleitet mich Schritt für Schritt, wie ich an die Settings herangehe. Und ihr setzt es bei jedem Setting sofort im Anschluss selber um. Es geht um Menschen, daher ist ein besonderer Schwerpunkt der Umgang mit dem Model. Ihr werdet ungewöhnliche Settings und erstaunlich einfache Herangehensweisen umsetzen. Diese habe ich entwickelt, um mich von technischen Barrieren zu befreien und mich voll auf die Inhalte und Stimmungen einlassen zu können. Dabei schau ich euch über die Schulter und gebe Tipps, bis euer Bild sitzt – dies macht den Unterschied.

Sowohl Einsteiger als auch Fortgeschrittene werden einiges für sich mitnehmen. Der Zusammenhang Blende, ISO, Verschlusszeit sollte aber bekannt sein. Aufnahmebereiche Porträt, Dessous und Brustkontur.

Als tolles Model für entsprechende Bildergebnisse steht uns die bezaubernde Nicole zur Seite.

INHALT

Alle Inhalte werden individuell, während der praktischen Umsetzung, vermittelt und besprochen.

  • Licht sehen und verstehen – Aufbau verschiedener Sets, um die vielfältigen Lichtstimmungen eines Raumes zu nutzen
  • Mit dem Licht, Schärfeverlauf und der Modellpositionierung unterschiedliche Stimmungen gestalten; Licht- und Kameraführung / -einstellungen für meinen Bildlook
  • easy going – ich zeige euch meine erstaunlich einfachen aber wirksamen Shootingtechniken, um diese besonderen Bilder zu bekommen und Fehler im Vorfeld zu eliminieren
  • Fensterlicht gekonnt einsetzen, z. B. Gegenlichtsettings in geschlossenen Räumen
  • Durch kleine Veränderungen am Setting und in eurem Verhalten beeindruckend bessere Bilder bekommen
  • Ihr werdet eine sehr einfache Shootingtechnik erlernen, mit der ihr auch von einem unerfahrenen Model garantiert authentische Bilder bekommt
  • Authentizität als Schlüssel für authentische Bilder und als Schlüssel zur eigenen Bildsprache
  • Wie bekomme ich diesen besonderen Ausdruck? Ich zeige euch, worauf es im Umgang mit dem Model tatsächlich ankommt
  • Modelgewinnung // wie ich bereits im ersten Jahr über 70 Shootings umgesetzt habe

TECHNIK

Es wird ausschließlich mit Tageslicht gearbeitet. Du benötigst für den Workshop eine digitale Spiegelreflexkamera oder Systemkamera sowie lichtstarke Festbrennweiten.

ABLAUF

Wir starten um 10 Uhr mit einem gemeinsamen Kennenlern-Frühstück, das wir auch schon für einen Austausch und den ersten Basics zu meinem Style nutzen werden. Auch das Model wird von Beginn an mit dabei sein. Danach tauchen wir gleich in die praktische Umsetzung ein. Nachdem ich euch einen Einblick in meine Arbeitsweise gegeben habe, greift ihr bei jedem Setting selber zur Kamera. Nach jeder Shootingrunde besprechen wir deine Ergebnisse,  so dass du sofort im Anschluss dein Bildergebnis optimieren kannst. Gleichzeitig lernst du den professionellen und sicheren Umgang mit dem Model. Zum Abschluss widmen wir uns den allgemeinen Themen rund ums Shooten, wie Workflow, Modellgewinnung u. ä. frei nach dem Motto: „Fragt mich was ihr wollt!“ Bei Boris gibt es keine Geheimniskrämerei. Feierabend ist um 16 Uhr. Ziel des Workshops: Spaß und Inspiration für neue Ansätze bei der eigenen Umsetzung.

KOSTEN

Der Teilnahmepreis beträgt 299,- Euro inkl. Trainer-, Modelhonorar, Location, nicht-kommerzielle Nutzung der während des Workshops gemachten Aufnahmen sowie Snacks und Getränke während der Veranstaltung.

ANMELDUNG

Die verbindliche Anmeldung kann nur per E-Mail unter kontakt@borisbethge.de erfolgen. Bitte nicht vergessen, die persönlichen Kontaktdaten anzugeben. Es gelten meine Event-Teilnahmebedingungen.

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DAS SAGEN DIE TEILNEHMER

Hallo Boris, das war ein ganz unglaublicher Tag für mich – ich kann das gar nicht richtig in Worte fassen. Ich bin immer noch ganz erschlagen von den Eindrücken und von dem was Du uns erzählt und beigebracht hast. Ich muss das immer noch in ständig in meinem Kopf kreisen lassen, damit ich möglichst viele Erinnerungen abspeichern kann. Die Fotos, die ich von Nicole gemacht habe liegen auch noch (absichtlich) unberührt auf der Speicherkarte; ich weiß das ist wohl sehr, sehr ungewöhnlich. Aber ich möchte die Eindrücke noch ein wenig sacken lassen bis ich an die Arbeit gehe und ich genieße die Vorfreude auf die Bearbeitung. Klaus Wiemann

Hallo Boris, mittlerweile bin ich wieder zu Hause angekommen. Und ich kann nur nochmals wiederholen, dass sich dieser „kleine“ Ausflug vollends gelohnt hat. Gestern Abend habe ich es doch eher ruhig angehen lassen, war aber eine gute Gelegenheit die ganzen Eindrücke nochmals Revue passieren zu lassen. Es gab echt viele Punkte, die ich mir für die kommenden Shootings mitgenommen habe. Also vielen Dank nochmal für die tolle Zeit. Viele Grüße aus Bayern. Lutz Zipser

Lieber Boris, ich möchte mich ebenfalls ganz herzlich bei Dir bedanken. Ich habe genau die Details von Dir gelernt, die mir wichtig waren. Jedes Mal wenn ich denke ich hätte Licht verstanden, kommt jemand und zeigt mir erneut, das dem nicht so ist. Du hast es außerdem prima verstanden, in diese coole Truppe eine angenehme Atmosphäre des gegenseitigen Austausches zu bringen. Wir haben uns alle per Instagram vernetzt und werden uns sicher mal paarweise treffen. Sven Krause

Hallo Boris, ich bin nun zu Hause angekommen, also schon vor eineinhalb Stunden. Während meiner Heimfahrt konnte ich den Workshop-Tag noch einmal Revue passieren lassen…. und ich muss sagen… es war sehr lehrreich für mich und ich denke, dass ich einiges an wertvollen Informationen mitgenommen habe und dies auch bei meinem nächsten Shooting (schon am Mittwoch…  ) umsetzen werde. Danke für diesen wundervollen Tag, welcher mich meinem Hobby -der Fotografie- wieder ein Stück näher und auch weiter gebracht hat.  Denis Balla

Der Workshop und der Mensch dahinter haben mich sehr beeindruckt und es wird noch etwas dauern bis ich alles verinnerlicht habe bzw. ich mit der eigenen Umsetzung zufrieden bin. Ein ganz großer Dank an Nicole und Boris für diesen tollen Tag! Dirk Adolphs

Lieber Boris, vielen herzlichen Dank für deinen tollen Workshop hier bei uns in Köln! Es war große klasse! Du bist ein mega sympathischer und authentischer Typ, dessen Arbeit ich sehr bewundere! Vielen Dank für die vielen Einblicke in deine Fotowelt! Matthias Vermeulen

Hey Boris, vielen Dank für diesen fantastischen Einblick in Deine Arbeitsweise. Es war, wie soll ich es sagen, besser als ich es mir vorgestellt hatte. Jetzt kann man nur hoffen, schnellstmöglich ein paar Models zu finden, um das Erlernte in der Praxis anzuwenden. Herausgerissen hat den Tag aber definitiv Lizzy. Für Alle, die überlegen einen Workshop bei Boris zu besuchen: ZÖGERT NICHT!!! Hier wird kein/kaum technisches Wissen vermittelt, sondern „Licht sehen und verstehen“ … und dies auf eine Art, die hängen bleibt. Es lohnt sich! Michael Böhler

Lieber Boris, auf diesem Weg wollte ich mich nochmal herzlich bei dir bedanken! Ich bin immer noch wahnsinnig begeistert vom Workshop! Am Abend war ich Fix-und Foxy – aber im positiven Sinne! Ich habe so viel für mich mitnehmen können und deine Herzlichkeit von der Begrüßung, zum gemeinsamen Kennenlerne, bis hin zum Shooten. Wir hatten alle genug Zeit zum Abschluss, den Tag Revue passieren zu lassen und dir alle möglichen Fragen stellen konnten – es war einfach fabelhaft. Ich hatte nie das Gefühl, dass das alles „Zack-Schnell – nächster Bitte“ gehen sollte, sondern du warst immer an unserer Seite und ich habe es total genossen. Ich denke, dass das bei den anderen Fotografen genauso fantastisch rüber bekommen ist Lieber Boris, du bist wirklich ein ganz besonderer Mensch! Ich wurde so herzlich von die in Empfang genommen, dass ich mich gleich Wohlfühlen konnte, von Anfang bis Ende. 1000000 Dank, dass ich dich, und natürlich auch die anderen super lieben Fotografen kennenlernen durfte. Ich kann wirklich nur jeden empfehlen, einen Workshop von dir zu buchen, denn nicht „nur“ Theorie und Praxis, sondern auch der Zwischenmenschliche Umgang hat für mich einen Großteil ausgemacht, der mich so wahnsinnig beeindruckt hat! Vielen, vielen Dank. Christel Stock

„Ich sehe seit dem Workshop bei Boris das Licht absolut anders. Vielen Dank für diesen geilen Tag, diesen Input. Mich hat der Workshop wieder aus meinem „Tritt auf der Stelle“ heraus gebracht. Jedem, der in einer ähnlichen Situation ist, geht zu Boris und ihr seht alles wieder mit anderen Augen und habt richtig Bock auf Fotos.“ Jörg Stiegler

Am letzten Sonntag hatte ich einen wirklich wunderbaren Tag . Die Anreise verlief angenehm problemlos und ich kam auch noch pünktlich an – trotz der vielen Orte, an denen sich die Regierung bemüht, das PKW-Fahren sicherer zu machen. Dem verspielten Wetter, das eher das Gegenteil versuchte und den eigenen Gedanken, die nicht wussten, ob es jetzt gut ist, so weit zu einem Portrait-Workshop zu fahren oder nicht. Nach einem herzliche Empfang und einem kleinen Frühstück mit einem in Fragelaune nebenher essenden Boris durften wir loslegen und Milena in ihrem wie unserem manuellen Modus Anweisungen flüsternd dirigieren, bis Boris uns Händchen haltend da hatte, wo er uns haben wollte : Nämlich fotografierend und nicht knipsend ein Bild erzeugen . Wissend, wie wir dahin gekommen sind und es auch wiederholen können. muss ich noch mal ‚Danke‘ sagen? Ich denke, Nein! Du hast uns abgeholt und auf eine kleine Reise mitgenommen und uns auch danach nicht einfach iwo ausgesetzt .Ich hab dann – als alles noch frisch war – die Diktierfunktion meines Handys benutzt, um die Settings und Anweisungen festzuhalten. Achja, und danke Boris, dass ich Dein Objektiv benutzen und testen durfte. Stefan Hübner

Ich möchte mich noch einmal herzlich bedanken für den Workshop gestern. Hat echt viel Spaß gemacht und ich habe viel mitgenommen. Besonders gefallen hat mir die kleine Gruppe, die private Atmosphäre und ein gewisses „Patentrezept“ mit denen man sich vielen Situationen näheren kann. Das hat mir in der Tat die Tür geöffnet und etwas mehr Selbstvertrauen in Bezug auf die eigenen Bilder gegeben. Ich habe mich heute sogar dabei ertappt, dass bei anderen Leuten auf den Lichteinfall im Gesicht geachtet habe…es arbeitet also noch bei mir im Kopf. Kai Braess

Kaum zwei Wochen rum und ich melde mich auch schon. Der Alltag hatte mich schneller eingeholt, als erwartet. Ich habe selten einen WS Leiter erlebt, der mit so viel Engagement und Empathie den Tag gestaltet hat. Du hast so eine unglaubliche Ruhe in Dir und die überträgt sich ohne Umweg auf Dein Modell und die Teilnehmer. Dafür ein herzliches Dankeschön. Ein ganz besonderes herzliches Dankeschön gebührt der bezaubernden Milena, die sich sehr engagiert und ausdrucksstark für uns in Szene gesetzt hat. Ich denke, wir alle haben großartige Bildergebnisse mit nach Hause nehmen können, einfach grandios! Ich hoffe, wir sehen uns im nächsten Jahr wieder! Beste Grüße Jürgen Marquardt

Ein dickes Danke an dich Boris, ich habe sehr viel Wissen mitgenommen. Du hast das sehr anschaulich vermittelt, bist auf jeden individuell eingegangen, das alles gewürzt mit Humor, wir hatten viel Spaß dabei, ein toller Tag und auch ein dickes Lob an unser sympathisches Model Milena, die gekonnt für uns geposed hat. Guido Brüggemann

Ich sage auch hier nochmal vielen Dank! Es war so inspirierend, aufschlussreich und kurzweilig. Ich hätte noch 10 Stunden weiter machen können. Auf jeden Fall war das nicht der letzte Workshop bei Dir! Andreas Wohlers

Auch von meiner Seite aus nochmals ein herzliches Dankeschön an euch beide für den super Workshop. Vielen Dank für deine einfühlsamen Art, ich weiß jetzt genau, warum sich nicht nur die Models auf Anhieb „pudelwohl“ bei dir fühlen. Ein besonderes Dankeschön auch an Milena für deinen geduldigen und unermüdlichen Einsatz. Letzten Endes ist es dir zu verdanken, dass wir mit zahlreichen tollen Aufnahmen nach Hause fahren durften. Johannes Forster

Ich möchte mich beim Boris für diesen wunderbaren Workshop bedanken. Er hat es mit seiner lockeren Art geschafft, alles so verständlich rüber zu bringen, das man einfach Lust aufs fotografieren bekommen hat. Menschen zu fotografieren ist für mich ja Neuland, da muss ich noch reichlich üben. Vor allem was die Kommunikation mit dem Modell betrifft, damit ich meine Scheu ablegen kann. Dafür haben wir ja auch super Tipps und Hilfestellungen vom Boris bekommen. Man hat ja leider nicht immer so ein bezauberndes Modell wie Milena vor der Kamera, die einem unerfahrenen und eigentlich (noch) zu ruhigen Fotografen mit ihrer sehr sympathischen und lockeren Art hilft, die anfängliche Scheu zumindest zum Teil abzulegen um sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Das Fotografieren. Ich für meinen Teil kann nur sagen, dass ich eine Menge aus dem Workshop mitgenommen habe und das sich die Fahrt aus dem Rheinland wirklich gelohnt hat. Ich schließe nicht aus, das wir uns im nächsten Jahr mal wiedersehen werden. Thomas Nollen

Lieber Boris, liebe Milena vielen Dank für diesen wunderschönen und lehrreichen Tag bei dir in Ritterhude. Ich habe sehr viel für mich mit nach Hause genommen. Jetzt muss ich die Eindrücke nur noch auf mich wirken lassen und meine Bilder sichten. Es war so viel was gerade noch auf mich niederprasselt. Vielen, vielen lieben Dank! Sabine Sievers

Hallo Boris, Es war ein sehr interessanter und lehrreicher Sonntag. Die Atmosphäre war entspannt und du hast uns Grundkenntnisse und die kleinen Geheimnisse deiner Fotografie klasse vermittelt. Meine Erwartungen wurden jedenfalls übertroffen. Vielen Dank auch an Milena, die eine tolle Ausstrahlung hat und geduldig mit uns war. Jupp Wieczorek

Hallo Boris Nun ist es eine knappe Woche her, als ich bei dir den Workshop hatte. Eines gleich vorweg und kurz und knapp: Er war einfach super!! Angefangen beim Empfang, über das Frühstück bis hin zum eigentlichen Workshop. Ich habe mich von Anfang an sehr wohlgefühlt und „das ist Boris sehr wichtig“. Die Chemie muss stimmen und das sieht man dann den Fotos auch an. Ich habe an dem Tag wieder einiges für künftige Shootings dazugelernt!! Für mich steht fest, dass es nicht der letzte Workshop bei Boris gewesen ist. Vielleicht beim nächsten dann Outdoor on Location. Vielen Dank Swen Bormann

Der Workshop bei Boris war ein ganzer Tag in ausgelassener Atmosphäre mit reichlich Input in Sachen Lichtführung und Umgang mit dem Model … man nimmt richtig was mit. Boris vermittelte dabei ausführlich und verständlich, ging zu jeder Zeit auf Fragen ein und man merkte, dass es für ihn nicht nur ein Job war sondern ihm der Workshop Spaß machte. Christoph Piekarz

 

Sensual Porträt mit Fensterlicht

Bei diesem Individual-Coaching bekommst du meine ungeteilte Aufmerksamkeit, mit Inhalten die auf deine Bedürfnisse und Ziele zugeschnitten sind. Wir starten um 10 Uhr und werden uns 5 Stunden rund um das Thema Porträt-Fotografie mit natürlichem Licht beschäftigen. Wie ich sie sehe und umsetzte. Du wirst Schritt für Schritt erleben, wie ich meine Bildergebnisse erziele. Ich lasse dich live an meinen Mindset, meinen Gedanken teilhaben. Und daran welches Ziel ich mit der jeweiligen Herangehensweise verfolge.

Dabei geht es für mich nicht um „richtig“ oder „falsch“ sondern um das Eröffnen neuer Optionen für deinen Next Level. Ausgehend von deinem jetzigen Standpunkt. Dazu möchte ich herausfinden wie du tickst, wo du grade stehst und wo du hinwillst. Genau daran werden wir an diesem Tag arbeiten.

Dafür buche ich ein Modell das du fotografierst. Immer im Wechselspiel zuerst allein, dann mit Anleitung und wieder alleine. Ich schaue dir dabei über die Schulter und gebe Tipps, bis das gewünschte Ergebnis sitzt. Bei mir gibt es keine Geheimniskrämerei. Dabei lasse ich dir aber den Freiraum aus deinen Fehlern zu lernen.

Inhalte können sein:

  • Wie nutze ich gezielt das vorhandene Licht, um unterschiedliche Stimmungen zu erzeugen?
  • Licht sehen und wirklich verstehen
  • Wie reize ich eine möblierte Location mit ihren Facetten aus?
  • Was kann ich machen um dem Bild bereits bei der Aufnahme mehr Charakter, Ausdruck und Stimmung zu verleihen?
  • Worauf kommt es beim Umgang mit dem Modell tatsächlich an, um Stimmungen und Blicke zu bekommen die oft der Kamera vorenthalten bleiben?
  • Wie schaffe ich eine vertrauensvolle Atmosphäre für berührende und authentische Bilder?
  • Das eigene Mindset vs. Bildsprache
  • Welche essenziellen Merkmale prägen meine Bildsprache?
  • Wie gebe ich meinen Bildern in Lightroom den letzten Schliff?

Bei der Wahl der Inhalte kannst du über mein gesamtes Know-how verfügen. In einem Telefonat besprechen wir vorab, was genau an unserem Coaching-Tag Priorität hat. Ihr werdet erstaunt sein, wie kleine Änderungen am Setting und in eurem Verhalten zu beeindruckend besseren Ergebnissen führen. Und ihr werdet einem Sack randvoll mit neuen Optionen, Eindrücken und Inspiration für eure eigene Fotografie mit nach Hause nehmen.

Der Coaching-Tag (5 Stunden) mit mir kostet Dich inklusive Snacks, Getränke und Modelhonorar 820,- Euro

Es gelten meine Event-Teilnahmebedingungen.

Termine:

Termine auf Anfrage

Anfrage und Buchung bitte per E-Mail an kontakt@borisbethge.de

Print & Publish your own Photobook

„Ich würde meine Arbeiten so gerne auch in gedruckter Form herausgeben. In Gedanken greife ich die Idee zwar immer wieder auf, verliere sie aber auch genauso schnell wieder aus den Augen. Ich weiß auch nicht wie ich da überhaupt starten soll und was da alles dranhängt. Meine große Befürchtung ist es wichtige Optionen, Chancen aber auch Fallstricke zu übersehen und mein Projekt dann trotz der Mühe doch scheitert.“

Wenn euch fehlende Handlungssicherheit davon abhält euer ganz persönliches und einzigartiges Herzensprojekt umzusetzen, solltet ihr über mein Coachingangebot nachdenken. Über den Digitaldruck gibt es mittlerweile die Möglichkeit auch Kleinstauflagen mit einem überschaubaren Budget in exzellenter Qualität umzusetzen. Aber auch hier gibt es einiges zu beachten.

Oft fehlen nur die richtigen Impulse um die Handbremse zu lösen und das eigene Projekt motiviert und mit einem guten Gefühl zu starten. Grade wenn man richtig Geld in die Hand nimmt, sollte man nicht alle Fehler selber machen.

An diesem Tag dreht sich alles um die Entwicklung und Umsetzung einer eigenen Print-Publikation, z. B.:

  • Ideenfindung
  • Entwicklung und Umsetzung der Bildstrecken
  • Bildauswahl
  • Publikations-Format und Layout, passend zu den Inhalten (form follows function)
  • Einbindung begleitender Texte
  • Erstellen der Druckdaten bis zur druckfertigen pdf
  • Papierauswahl
  • Unterschiede in der Drucktechnik
  • Geeignete Auflagenhöhe
  • Auswahl eines Druckpartners
  • Der Spannungsbogen zwischen Budget, Qualität und Profit
  • Welche Fehler sollte man nicht selber machen

Dabei bringe ich mein gesamtes Know-how aus der Entwicklung von 8 Print-Publikationen mit ein. Umgesetzt in unterschiedlichen Formaten, mit sowohl auf voneinander unabhängigen Bildern und Bildstrecken aber auch als Sonderausgaben mit einem Themenschwerpunkt. Ich plaudere aber auch über die Dinge, die nicht auf Anhieb gut liefen.

Ich zeige euch am Beispiel meiner Publikationen, wie ich konkret meine Print-Projekte angehe und umsetze. Gebe Tipps und Anregungen und beleuchte mit euch die Fallstricke und Fehlerquellen. Wir werden uns an diesem Tag über eure Ideen und Visionen unterhalten und auch schon die ersten Inhalte zur Umsetzung skizzieren.

Ziel ist es alle Phasen hin zu einer Printpublikation zu beleuchten und Anregungen, Tipps und Inspirationen für euer eigenes, ganz individuelles Projekt zu bekommen. Vor allem Handlungssicherheit, damit ihr im Anschluss euer Herzensprojekt mit gutem Gefühl starten und auch umzusetzen könnt. Und ihr euch bestenfalls auch noch nach Jahren mit dem Ergebnis identifizieren könnt.

Der Coaching-Tag (4 Stunden) mit mir kostet Dich inklusive Snacks und Getränke 499,- Euro

Es gelten meine Event-Teilnahmebedingungen.

 

Buchung  bitte per E-Mail an kontakt@borisbethge.de

Zu Gast beim Boudoir Podcast von Boris Mehl

In diesem Boudoir Podcast war ich zu Gast bei meinem Namensvetter Boris Mehl. Wir sprechen über die Fotografie mit natürlichem Licht. Wie entstehen Portraits , die echt sind. Bilder, die berühren. Wir sprechen über mein Herzensprojekt, die FineArt-Magazine, die Auswahl der passenden Bilder, das Fotografieren in Bildstrecken, das Kuratieren der Magazine, das Vertrauen bei Fotoshootings und noch viel mehr.

Und, dass Fotografie viel mehr als das Beherrschen der Technik ist. Ketzerisch: Die Technik ist für mich so ziemlich das unwichtigste. Neben dem Licht sehen, ist die Kommunikation mit dem Modell ausschlaggebend für gelungene Bilder. Das Vertrauen zwischen Fotograf und Modell ist entscheidend für Bilder, die berühren.

Der Unterschied, Bilder nur am Monitor zu sehen oder auch etwas gedrucktes in Händen zu halten, ist enorm! Ein gedrucktes Bild wirkt um Längen besser, als ein flüchtiges Betrachten am Handy oder Bildschirm. Wir sprechen darüber wie ich dazu komme, ein FineArt-Magazin heraus zu bringen, welche Schwierigkeiten damit verbunden sind und was das Denken in Bildstrecken mit dem Fotografen macht.

Hier geht es zur Sendung

Highspeedsync Fototalk: „Wie entsteht ein Fotomagazin im Eigenverlag?“

Im Schnack mit Ulf Krueger gebe ich einen Exklusiven Einblick „Behind the Scene“ zur Entwicklung eines Bildbandes am Beispiel meines FineArt-Magazins „BORIS BETHGE“. Was ist meine persönliche Motivation. Entwicklung der Grundidee sowie des Formats wie: Abmessungen (Super Gau DIN A4), Qualität, Layout, besondere Akzente meines Mindsets und USPs und Gestaltung der Inhalte. Erstellung der Druckdaten. Worauf ist bei der Suche eines Druckpartners und der Drucktechnik zu achten? Administrationsaufwand, Tipps für eure eigenen Publikationen. Und noch viel mehr.

Solltet ihr euch selber mit dem Gedanken tragen etwas in gedruckter Form zu veröffentlichen lohnt Reinhören definitiv!

Hier geht es zur Sendung

 

Warum es für mich essenziell ist meine Bildbände selber zu kuratieren

Als Auflockerung habe ich hier Bilder aus einer Strecke mit der bezaubernden Caro beigemischt.

Jeder der sich auf den Weg macht seine Arbeiten in gedruckter Form zu publizieren steht irgendwann vor der inhaltlichen Bildauswahl und vor der Aufgabe diese in einen Kontext zu stellen. Sprich: „Welche Bilder genau sollen aus der Vorauswahl in welcher Reihenfolge, welchem Schnitt usw. ausgewählt und entsprechend platziert werden, um genau das was mir dazu im Kopf herumschwirrt zu transportieren?“ Im groben folgt dies sicherlich der konzeptionellen Idee für eine Publikation wie z. B. einem Bildband, einer Ausstellung oder vergleichbares. Es ist meines Erachtens eine der wichtigsten und intensivsten Aufgaben in Projekten dieser Art. Nun lese ich in diesem Zusammenhang immer wieder Statements wie: „Ein Bildband, eine Ausstellung (place any) sollte durch einen Kurator (respektive Dritten) kuratiert werden!“ Im Sinne, dass der Prozess der finalen Bildauswahl, Reihenfolge u. ä. durch einen Dritten mit entsprechender Expertise ausgeführt wird.

IST DAS WIRKLICH SO?

Bevor ich meine Arbeiten selber in gedruckter Form publiziert habe fand ich dies durchaus stimmig. Es gibt sicherlich auch Gründe die dafürsprechen. Ich teile diese Meinung mittlerweile aber nicht mehr. Wohlgemerkt, wenn es um meine Projekte geht. Vielleicht stehe ich damit auch alleine, who knows. Ich möchte dazu aber gerne meine Gedanken mit euch teilen, warum es mir für meine persönliche Entwicklung aber auch für ein authentisches Ergebnis wichtig ist, meine Bildbände selbst zu kuratieren.

Was genau macht bei unseren Bildern den Unterschied zu denen anderer Fotografen? Hauptsächlich unsere persönliche Prägung – unser Mindset! Etwas vereinfacht: Unsere ganz persönliche „Brille“, durch die wir unsere Umwelt wahrnehme. Ich fotografiere die Menschen nicht wie sie sich sehen oder andere, sondern wie ich sie sehe. Und Genau hier sind wir bei des Pudels Kern:

KEINER SCHAUT DURCH MEINE BRILLE

Was für einzelne Bilder gilt, wirkt sich natürlich noch differenzierter beim Storytelling in Form von Bildstrecken aus. Wenn es um meine Kunst geht, sieht es keiner so, wie ich es sehe – wie sollte dies auch gehen. Die Ignoranz dieser Wahrheit ist übrigens auch ein Grund für endlose Richtig- und Falsch-Diskussionen, wenn es um vermeintliche Bildkritik geht. Dies aber nur am Rande.

Was bedeutet es konkret, wenn ich die Entscheidung für Auswahl und Kontext einem Dritten überlasse? Seine Kompetenz dazu mal ganz außen vorgelassen. Ich gehe bei einer Zusammenarbeit immer Kompromisse ein! Kann ja auch nicht anders sein, für diese Aufgabe wurde er ja mit ins Boot geholt. Das Ergebnis kann durchaus gut werden. Für einen Außenstehenden sogar leichter konsumierbar bzw. auch stimmiger, wenn es um Massen-Kompatibilität geht, aber:

DAS ERGEBNIS WIRD EIN ANDERES UND NICHT MEHR MEIN WERK SEIN!

Das ist für mich der entschiedenste Knackpunkt. Um da nicht zu kurz zu springen, möchte ich meine Gedanken gerne noch etwas differenzieren. Es gibt sicherlich Gründe sein Werk kuratieren zu lassen. Dies können Vorgaben in einem Projekt sein. Vielleicht auch strategische Gründe. Es ist Teil des Schaffens als Berufsfotograf – ein Job an dem auch meine Existenz hängt o. ä. Es wäre auch blauäugig zu behaupten jeder hätte die Wahl und das Budget sich einen Kurator zu leisten. Wobei mir hier eine kleine Randbemerkung erlaubt sei: Begriffe wie Kurator und Kuratieren werden mir teilweise zu inflationär und auch mal sehr vollmundig aus dem Zusammenhang verwendet. Ich verwende diese Begriffe auch nur hier, um den roten Faden zu behalten. Hier gilt es sicherlich abzuwägen: „Wieviel persönliche Egozentrik kann ich mir leisten?“ Da ich nicht davon leben muss, habe ich natürlich gut reden. Um hier aber nicht Äpfel mit Birnen zu vermischen, möchte ich es tatsächlich aus der Position heraus betrachten, dass ich die Wahl habe. Sonst wird es unscharf.

Ich arbeite mittlerweile an meinem siebten, selbst kuratierten, Bildband. Inhaltlich überwiegend in Form von Bildstrecken. Es wird diesmal aber auch wieder eine Rubrik mit ausgesuchten Einzelbildern geben. Tatsächlich würde ich jedem bei so einem Projekt empfehlen sich auch externen Rat einzuholen. Ich habe mir bei den unterschiedlichen Projektphasen immer wieder eine Sicht von außen dazu geholt und lasse auch Dritte über meine Bilder schauen. Und natürlich mache auch ich Fehler, zu Beginn und sicherlich auch heute noch! Aber ich bin davon überzeugt, dass es Fehler gibt die man selber machen muss um sich persönlich weiter zu entwickeln. Mit Corinna, die mir mittlerweile sehr ans Herz gewachsen ist, hätte ich tatsächlich sogar jemanden in meinem Umfeld an den ich es abgeben könnte. Sie fühlt sich nicht nur vor und hinter der Cam wohl sondern ist auch eine erfahrene Mediendesignerin. Corinna hat mir bei Adobe InDesign, das Programm in dem ich meine Druckdaten setze, aufs Pferd geholfen. An dieser Stelle noch einmal ganz lieben Dank! Aber den Prozess der Bildauswahl bis hin zur Platzierung jedes einzelnen Bildes würde ich nicht aus der Hand geben wollen. Es ist einer der wertvollsten Entwicklungsprozesse und entscheidet darüber wieviel von mir dann noch im Ergebnis steckt.

Ich bin zu 100% für das Ergebnis verantwortlich. Auch für die Dinge, die vielleicht noch nicht gut umgesetzt sind. Ich kann mich nicht mehr verstecken und muss mich meiner Selbstkritik stellen. Dieser Prozess immer wieder aus Neue abzuwägen macht etwas ganz Entscheidendes mit dir. Du begegnest dir und deinen Bildern auf eine sehr intensive Weise. Die ausgewählten Bilder und Bildstrecken müssen allen eigenen Gedanken dazu standhalten.

Wer sich jetzt sagt: „Ich kann am Ende auf das fertige Ergebnis ja immer noch Einfluss nehmen!“ Nein, könnt ihr nicht wirklich! Sobald ihr diesen Prozess an einen Dritten abgebt, habt ihr für Euch bereits entschieden ein Stück weit die Verantwortung abzugeben und Kompromisse zu akzeptieren. Und ihr seit den essenziellen Weg des ständigen Abwägens nicht selber gegangen. Jetzt könnt ihr natürlich noch ein, zwei Bilder anders platzieren. Es ist aber nicht mehr zu 100% euer Werk.

KEINER SCHAUT DURCH MEINE BRILLE

Mich hat dieser Prozess immer wieder aufs Neue unfassbar weitergebracht und mit jedem neuen Bildband konnte ich weiterwachsen. Für mich ein ganz wichtiger NEXT LEVEL in meiner Entwicklung.

In diesem Zusammenhang sollte noch erwähnt werden, dass Peter Lindbergh mit „Untold Stories“ erstmals eine Ausstellung komplett selbst kuratiert hat. Ich kann euch dazu nur wärmstens das Interview von Felix Krämer mit Peter Lindbergh ans Herz legen (veröffentlicht im Ausstellungskatalog zu „Untold Stories“). Hier Beschreibt Peter Lindbergh wie intensiv und tiefgreifen die Erfahrung war, die er beim Kuratieren von „Untold Stories“ gemacht hat. Wie wertvoll dieser Prozess für ihn war. Und wie es ihn oftmals an seine eigenen Grenzen geführt hat. Auch wenn euch euer Projekt kleiner und überschaubarer erscheint, die Konsequenz daraus ist die gleiche.

Peter Lindbergh: „Ich fühle mich für jedes einzelne Foto in meiner Ausstellung total verantwortlich und das ist fantastisch. Ich hatte nichts, um mich dahinter zu verstecken.“ „Aber jetzt, da ich diese Aufgabe allein bewältigen muss, tun sich Tiefen auf, mit denen ich mich intensiv beschäftige und die mir manchmal Angst machen und mich vor die Frage stellen: Wer bist du eigentlich und woher kommen diese ganzen Bilder? Und natürlich: Warum so und nicht anders?“ Quelle: Peter Lindbergh, Untold Stories, Taschen (2020)

Er spricht mir so aus dem Herzen, wenn ich an meinen eigenen Weg denke, den ich 2017 begonnen habe. Und es lässt mich erahnen das ich nicht ganz so falsch liege.

Euch eine gute Zeit

Boris

Buchrezession für „Fifty Shades of Boris´ Light“

Die Redaktion von SWAN Magazine hat eine Buchrezession über die Ausgabe #04 „Fifty Shades of Boris´Light“ herausgegeben.

So ist “Fifty Shades of Boris’ Light” mehr als nur die vierte Ausgabe seines streng limitierten Fine Art Magazines oder “irgendeine Sonderausgabe”, sondern der gedruckte Beweis dafür, dass private Fotoprojekte nicht nur den Künstler selbst bereichern, sondern Respekt und Aufmerksamkeit verdient haben. Boris beweist auch mit dieser Ausgabe wieder, dass er Fine Art macht, denkt und inszeniert. Und das meisterhaft. Eine große Inspirationsquelle für Peoplefotografen!

Zur ausführlichen Rezession geht es hier

Zu Gast beim Podcast Auditive Augenblicke

Ich spreche mit Marc Kandel über mein abruptes Ende, bevor meine Karriere als Fotograf überhaupt starten konnte und meine sehr individuelle Motivation später dann doch zur Kamera zu greifen. Und warum ich von all den beruflichen Etappen dazwischen heute in meiner Fotografie profitiere. Und was mich treibt meine Arbeiten in gedruckter Form zu publizieren. Und Vieles mehr.

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