Boris Bethge

Oh, ein Boris. Aber kann ja nicht, ist ja Farbe

Mein Image-Berater hatte mir zwar abgeraten Bilder in Farbe zu zeigen, ich habe mich mit dieser Strecke von Sophie aber doch getraut. Eine Bildstrecke in Farbe, für einige die mir schon länger folgen ungewohnt. Das liegt sicherlich auch daran, dass ich überwiegend Bilder oder Bildstrecken in SW veröffentliche. Umso mehr freue ich mich über die Reaktionen. Besonders wenn auch Farb-Bilder über meine Bildsprache erkannt werden.

Ich dachte zunächst, oh, ein Boris. Aber kann ja nicht, ist ja Farbe. Aber hoppla, ist ja doch ein Boris. Farbliche Weihnachtsüberraschung. Michael Scharrer

Einzelcoaching | Porträtfotografie mit Seele

 

Ein Tag nur für dich

Kein Gruppenformat.
Kein vorgegebener Ablauf.

Sondern ein intensiver Tag, der sich ganz an deinem Weg orientiert.

Es gibt Momente, in denen Entwicklung nicht mehr über Impulse von außen geschieht –
sondern über Klarheit im Inneren.

Dieses Einzelcoaching ist ein solcher Raum.

 

Dein Prozess im Mittelpunkt

Wir starten um 10 Uhr und nehmen uns 6,5 Stunden Zeit.

Zeit für deinen Blick.
Deine Fragen.
Deine Haltung.

Bevor wir fotografieren, möchte ich verstehen:

Wo stehst du gerade?
Was suchst du?
Was fühlt sich noch nicht stimmig an?

Dieses Coaching beginnt nicht mit Technik.
Es beginnt mit dir.

 

Reduktion als Grundlage

Wir arbeiten ausschließlich mit natürlichem Licht.

Eine Kamera.
Eine Festbrennweite.
Fensterlicht.

Keine Ablenkung.
Keine Show.

Du erlebst Schritt für Schritt, wie ich sehe, denke und entscheide.
Ich öffne meinen gesamten Prozess – transparent und ohne Zurückhalten.

Nicht, damit du ihn kopierst.
Sondern damit du deinen eigenen klarer erkennst.

 

Intensiv, ehrlich, auf Augenhöhe

Ich buche ein Modell für unseren Tag.
Du fotografierst im Wechsel:

allein.
mit meiner Begleitung.
wieder allein.

Ich schaue dir über die Schulter.
Gebe Impulse. Stelle Fragen.
Und lasse dir bewusst Raum für eigene Erfahrungen.

Es geht nicht um richtig oder falsch.
Sondern um bewusste Entscheidungen.

Du bekommst ehrliches, achtsames Feedback –
abgestimmt auf deine Persönlichkeit und deinen aktuellen Stand.

 

Mehr als Shooting

Wenn du möchtest, gehen wir auch in Bereiche jenseits der Aufnahme:

  • Bildauswahl
  • Bearbeitung
  • Eigene Bildsprache
  • Positionierung
  • Print und Publikation.

Bei mir gibt es keine Geheimniskrämerei.

In einem persönlichen Vorgespräch klären wir, wo wir in die Tiefe gehen.
Der Tag gehört dir.

 

Was du mitnimmst

Klarheit.
Ein geschärftes Bewusstsein für Licht und Beziehung.
Konkrete nächste Schritte.
Und eine Haltung, die sich stimmig anfühlt.

Kein Rezept.
Sondern Orientierung.

 

Rahmen

Individueller Coaching-Tag
10:00 – 16:30 Uhr
Ort: Ritterhude bei Bremen

Investition: 1.200 € inkl. MwSt.

Inklusive: Modelhonorar, besondere Location, individuelle Betreuung, Snacks & Getränke.

Termine werden individuell abgestimmt.

Optional: Du kannst diesen Tag auch gemeinsam mit einer vertrauten Person buchen.

Anfrage und Buchung bitte per E-Mail an kontakt@borisbethge.de
Es gelten meine Event-Teilnahmebedingungen

 

Create, Print & Publish your own Photobook | IMPULSE CLASS

Ich würde meine Arbeiten so gerne auch in gedruckter Form publizieren. Meine große Befürchtung ist es wichtige Optionen, Chancen aber auch Fallstricke zu übersehen und mein Projekt dann trotz der Mühe doch scheitert. In Gedanken greife ich die Idee zwar immer wieder auf, verliere sie aber auch genauso schnell wieder aus den Augen. Ich weiß auch nicht wie ich da überhaupt starten soll und was da alles dranhängt. Ich möchte euch zu einem intensiven und inspirierenden Blick hinter die Kulissen meiner Arbeit sowie meiner Leidenschaft für die Fotografie einladen.

Wenn euch fehlende Handlungssicherheit davon abhält euer ganz persönliches und einzigartiges Herzensprojekt umzusetzen, solltet ihr über diese IMPULSE CLASS nachdenken. Über den Digitaldruck gibt es mittlerweile die Möglichkeit auch Kleinstauflagen mit einem überschaubaren Budget in exzellenter Qualität umzusetzen. Aber auch hier gibt es gravierende Qualitätsunterschiede und einiges zu beachten.

Oft fehlen nur die richtigen Impulse um die Handbremse zu lösen und das eigene Projekt motiviert und mit einem guten Gefühl zu starten. Grade wenn man richtig Geld in die Hand nimmt, sollte man nicht alle Fehler selber machen. Dabei bringe ich mein gesamtes Know-how aus der Entwicklung von über 10 Print-Publikationen mit ein. Umgesetzt in unterschiedlichen Formaten, mit sowohl auf voneinander unabhängigen Bildern und Bildstrecken aber auch als Sonderausgaben mit einem Themenschwerpunkt. Ich plaudere aber auch über die Dinge, die nicht auf Anhieb gut liefen.

Meine IMPULSE CLASS ist eine Mischung aus Talk-Teaching, inspirierender Blick hinter die Kulissen meiner Arbeit anhand konkreter Projektergebnisse, Artist-Talk mit gemeinsamer Diskussion und Erfahrungsaustausch. Es wird auch Zeit zum Networken geben.

Inhalte dieser IMPULSE CLASS u. a.:

  • Ideenfindung
  • Entwicklung und Umsetzung der Bildstrecken
  • Bildauswahl
  • Publikations-Format und Layout, passend zu den Inhalten (form follows function)
  • Einbindung begleitender Texte
  • Erstellen der Druckdaten bis zur druckfertigen pdf
  • Papierauswahl
  • Unterschiede in der Drucktechnik
  • Geeignete Auflagenhöhe
  • Auswahl eines Druckpartners
  • Der Spannungsbogen zwischen Budget, Qualität und Profit
  • Kalkulation / Kosten
  • Welche Fehler sollte man nicht selber machen

Zu den Inhalten dieser IMPULSE CLASS zeige ich euch am Beispiel meiner Publikationen, wie ich konkret meine Print-Projekte angehe und umsetze. Gebe Tipps und Anregungen und beleuchte mit euch die Fallstricke und Fehlerquellen. Ich lasse euch live an meinem Mindset, meinen Gedanken teilhaben und welches Ziel ich mit der jeweiligen Herangehensweise verfolge. Am Ende der IMPULSE CLASS habt Ihr nicht nur einen Vortrag beigewohnt, sondern ihr habt mich auf meinem kompletten Weg, von der Idee bis zur Umsetzung, begleitet und könnt es anhand der praxisbezogenen „Griffigkeit“ für euch individuell hinterfragen. Was davon könnte Teil eures NEXT LEVELS sein. Genau dies macht einen Unterschied.

Ziel ist es alle Phasen hin zu einer Printpublikation zu beleuchten und Anregungen, Tipps und Inspirationen für euer eigenes, ganz individuelles Projekt zu bekommen. Vor allem Handlungssicherheit, damit ihr im Anschluss euer Herzensprojekt mit gutem Gefühl starten und auch umzusetzen könnt. Und ihr euch bestenfalls auch noch nach Jahren mit dem Ergebnis identifizieren könnt.

Ein zusätzliches Benifit jeder IMPULSE CLASS: Wenn es der Zeitrahmen zulässt, dürft ihr mich natürlich auch zu jedem anderen Thema meiner Fotografie mit Fragen Löchern. Bei mir gibt es keine Geheimniskrämerei.

Was Euch erwartet? Handfeste Praxis für eure eigene Umsetzung und ein prall gefüllter Rucksack an Motivation und Inspiration sowie neue Impulse für euren Next Level in der Fotografie! Lasst euch von meiner Leidenschaft für die Fotografie anzünden.

TERMINE

  • Aktuell sind keine Termine gplant

Solltet ihr euch für einen der ausgebuchten IMPULSE CLASS Termine interessieren, setzte ich euch gerne auf die Nachrückerliste, falls ein Teilnehmer ausfällt. Gibt mir einfach Bescheid!

ECKDATEN

11 bis 16 Uhr
Preis: 149,- Euro
exklusiv auf 8 Teilnehmer limitiert! (min. 6 Teilnehmer)
Ort: Deelstücke 8, 27721 Ritterhude (bei Bremen)

KOSTEN

Der Teilnahmepreis beträgt 149,- Euro inkl. Trainer-, Location sowie Snacks und Getränke während der Veranstaltung.

ANMELDUNG

Die verbindliche Anmeldung kann nur per E-Mail unter kontakt@borisbethge.de erfolgen. Bitte nicht vergessen, die persönlichen Kontaktdaten anzugeben. Es gelten meine Event-Teilnahmebedingungen

 

 

Print & Publish your own Photobook – von der Idee bis zum eigenen Bildband

„Ich würde meine Arbeiten so gerne auch in gedruckter Form publizieren. In Gedanken greife ich die Idee zwar immer wieder auf, verliere sie aber auch genauso schnell wieder aus den Augen. Ich weiß auch nicht wie ich da überhaupt starten soll und was da alles dranhängt. Meine große Befürchtung ist es wichtige Optionen, Chancen aber auch Fallstricke zu übersehen und mein Projekt dann trotz der Mühe doch scheitert.“

Wenn euch fehlende Handlungssicherheit davon abhält euer ganz persönliches und einzigartiges Herzensprojekt umzusetzen, solltet ihr über mein Coachingangebot nachdenken. Über den Digitaldruck gibt es mittlerweile die Möglichkeit auch Kleinstauflagen mit einem überschaubaren Budget in exzellenter Qualität umzusetzen. Aber auch hier gibt es einiges zu beachten.

Oft fehlen nur die richtigen Impulse um die Handbremse zu lösen und das eigene Projekt motiviert und mit einem guten Gefühl zu starten. Grade wenn man richtig Geld in die Hand nimmt, sollte man nicht alle Fehler selber machen.

Jetzt auch Online via Microsoft Teams umsetzbar

An diesem Tag dreht sich alles um die Entwicklung und Umsetzung einer eigenen Print-Publikation, z. B.:

  • Ideenfindung
  • Entwicklung und Umsetzung der Bildstrecken
  • Bildauswahl
  • Publikations-Format und Layout, passend zu den Inhalten (form follows function)
  • Einbindung begleitender Texte
  • Erstellen der Druckdaten bis zur druckfertigen pdf
  • Papierauswahl
  • Unterschiede in der Drucktechnik
  • Geeignete Auflagenhöhe
  • Auswahl eines Druckpartners
  • Der Spannungsbogen zwischen Budget, Qualität und Profit
  • Welche Fehler sollte man nicht selber machen

Dabei bringe ich mein gesamtes Know-how aus der Entwicklung von über 10 Print-Publikationen mit ein. Umgesetzt in unterschiedlichen Formaten, mit sowohl auf voneinander unabhängigen Bildern und Bildstrecken aber auch als Sonderausgaben mit einem Themenschwerpunkt. Ich plaudere aber auch über die Dinge, die nicht auf Anhieb gut liefen.

Ich zeige euch am Beispiel meiner Publikationen, wie ich konkret meine Print-Projekte angehe und umsetze. Gebe Tipps und Anregungen und beleuchte mit euch die Fallstricke und Fehlerquellen. Wir werden uns an diesem Tag über eure Ideen und Visionen unterhalten und auch schon die ersten Inhalte zur Umsetzung skizzieren.

Ziel ist es alle Phasen hin zu einer Printpublikation zu beleuchten und Anregungen, Tipps und Inspirationen für euer eigenes, ganz individuelles Projekt zu bekommen. Vor allem Handlungssicherheit, damit ihr im Anschluss euer Herzensprojekt mit gutem Gefühl starten und auch umzusetzen könnt. Und ihr euch bestenfalls auch noch nach Jahren mit dem Ergebnis identifizieren könnt.

Der Coaching-Tag (4 Stunden) mit mir kostet Dich inklusive Snacks und Getränke 549,- Euro

Unseren Termin stimmen wir individuell ab, schreib mir einfach

Anfrage und Buchung bitte per E-Mail an kontakt@borisbethge.de 
Es gelten meine Event-Teilnahmebedingungen

 

Zu Gast beim Boudoir Podcast von Boris Mehl

Wir sprechen über die Fotografie mit natürlichem Licht. Wie entstehen Portraits , die echt sind. Bilder, die berühren. Wir sprechen über mein Herzensprojekt, die FineArt-Magazine, die Auswahl der passenden Bilder, das Fotografieren in Bildstrecken, das Kuratieren der Magazine, das Vertrauen bei Fotoshootings und noch viel mehr.

Zu Gast bei meinem Namensvetter Boris Mehl sprechen wir auch darüber, dass Fotografie viel mehr als das Beherrschen der Technik ist. Ketzerisch: Die Technik ist für mich so ziemlich das unwichtigste. Neben dem Licht sehen, ist die Kommunikation mit dem Modell ausschlaggebend für gelungene Bilder. Das Vertrauen zwischen Fotograf und Modell ist entscheidend für Bilder, die berühren.

Der Unterschied, Bilder nur am Monitor zu sehen oder auch etwas gedrucktes in Händen zu halten, ist enorm! Ein gedrucktes Bild wirkt um Längen besser, als ein flüchtiges Betrachten am Handy oder Bildschirm. Wir sprechen darüber wie ich dazu komme, ein FineArt-Magazin heraus zu bringen, welche Schwierigkeiten damit verbunden sind und was das Denken in Bildstrecken mit dem Fotografen macht.

HIER geht es zur Sendung

Wie entsteht ein Fotomagazin im Eigenverlag?

Im Schnack mit Ulf Krueger gebe ich einen Exklusiven Einblick „Behind the Scene“ zur Entwicklung eines Bildbandes am Beispiel meines FineArt-Magazins „BORIS BETHGE“. Was ist meine persönliche Motivation. Entwicklung der Grundidee sowie des Formats wie: Abmessungen (Super Gau DIN A4), Qualität, Layout, besondere Akzente meines Mindsets und USPs und Gestaltung der Inhalte. Erstellung der Druckdaten. Worauf ist bei der Suche eines Druckpartners und der Drucktechnik zu achten? Administrationsaufwand, Tipps für eure eigenen Publikationen. Und noch viel mehr.

Solltet ihr euch selber mit dem Gedanken tragen etwas in gedruckter Form zu veröffentlichen lohnt Reinhören definitiv!

HIER geht es zur Sendung

 

Warum es für mich essenziell ist meine Bildbände selber zu kuratieren

Jeder der sich auf den Weg macht seine Arbeiten in gedruckter Form zu publizieren steht irgendwann vor der inhaltlichen Bildauswahl und vor der Aufgabe diese in einen Kontext zu stellen. Sprich: „Welche Bilder genau sollen aus der Vorauswahl in welcher Reihenfolge, welchem Schnitt usw. ausgewählt und entsprechend platziert werden, um genau das was mir dazu im Kopf herumschwirrt zu transportieren?“ Als Auflockerung habe ich hier Bilder aus einer Strecke mit der bezaubernden Caro beigemischt. Im groben folgt dies sicherlich der konzeptionellen Idee für eine Publikation wie z. B. einem Bildband, einer Ausstellung oder vergleichbares. Es ist meines Erachtens eine der wichtigsten und intensivsten Aufgaben in Projekten dieser Art. Nun lese ich in diesem Zusammenhang immer wieder Statements wie: „Ein Bildband, eine Ausstellung (place any) sollte durch einen Kurator (respektive Dritten) kuratiert werden!“Im Sinne, dass der Prozess der finalen Bildauswahl, Reihenfolge u. ä. durch einen Dritten mit entsprechender Expertise ausgeführt wird.

IST DAS WIRKLICH SO?

Bevor ich meine Arbeiten selber in gedruckter Form publiziert habe fand ich dies durchaus stimmig. Es gibt sicherlich auch Gründe die dafürsprechen. Ich teile diese Meinung mittlerweile aber nicht mehr. Wohlgemerkt, wenn es um meine Projekte geht. Vielleicht stehe ich damit auch alleine, who knows. Ich möchte dazu aber gerne meine Gedanken mit euch teilen, warum es mir für meine persönliche Entwicklung aber auch für ein authentisches Ergebnis wichtig ist, meine Bildbände selbst zu kuratieren.

Was genau macht bei unseren Bildern den Unterschied zu denen anderer Fotografen? Hauptsächlich unsere persönliche Prägung – unser Mindset! Etwas vereinfacht: Unsere ganz persönliche „Brille“, durch die wir unsere Umwelt wahrnehme. Ich fotografiere die Menschen nicht wie sie sich sehen oder andere, sondern wie ich sie sehe. Und Genau hier sind wir bei des Pudels Kern:

KEINER SCHAUT DURCH MEINE BRILLE

Was für einzelne Bilder gilt, wirkt sich natürlich noch differenzierter beim Storytelling in Form von Bildstrecken aus. Wenn es um meine Kunst geht, sieht es keiner so, wie ich es sehe – wie sollte dies auch gehen. Die Ignoranz dieser Wahrheit ist übrigens auch ein Grund für endlose Richtig- und Falsch-Diskussionen, wenn es um vermeintliche Bildkritik geht. Dies aber nur am Rande.

Was bedeutet es konkret, wenn ich die Entscheidung für Auswahl und Kontext einem Dritten überlasse? Seine Kompetenz dazu mal ganz außen vorgelassen. Ich gehe bei einer Zusammenarbeit immer Kompromisse ein! Kann ja auch nicht anders sein, für diese Aufgabe wurde er ja mit ins Boot geholt. Das Ergebnis kann durchaus gut werden. Für einen Außenstehenden sogar leichter konsumierbar bzw. auch stimmiger, wenn es um Massen-Kompatibilität geht, aber:

DAS ERGEBNIS WIRD EIN ANDERES UND NICHT MEHR MEIN WERK SEIN!

Das ist für mich der entschiedenste Knackpunkt. Um da nicht zu kurz zu springen, möchte ich meine Gedanken gerne noch etwas differenzieren. Es gibt sicherlich Gründe sein Werk kuratieren zu lassen. Dies können Vorgaben in einem Projekt sein. Vielleicht auch strategische Gründe. Es ist Teil des Schaffens als Berufsfotograf – ein Job an dem auch meine Existenz hängt o. ä. Es wäre auch blauäugig zu behaupten jeder hätte die Wahl und das Budget sich einen Kurator zu leisten. Wobei mir hier eine kleine Randbemerkung erlaubt sei: Begriffe wie Kurator und Kuratieren werden mir teilweise zu inflationär und auch mal sehr vollmundig aus dem Zusammenhang verwendet. Ich verwende diese Begriffe auch nur hier, um den roten Faden zu behalten. Hier gilt es sicherlich abzuwägen: „Wieviel persönliche Egozentrik kann ich mir leisten?“ Da ich nicht davon leben muss, habe ich natürlich gut reden. Um hier aber nicht Äpfel mit Birnen zu vermischen, möchte ich es tatsächlich aus der Position heraus betrachten, dass ich die Wahl habe. Sonst wird es unscharf.

Ich arbeite mittlerweile an meinem siebten, selbst kuratierten, Bildband. Inhaltlich überwiegend in Form von Bildstrecken.

Es wird diesmal aber auch wieder eine Rubrik mit ausgesuchten Einzelbildern geben. Tatsächlich würde ich jedem bei so einem Projekt empfehlen sich auch externen Rat einzuholen. Ich habe mir bei den unterschiedlichen Projektphasen immer wieder eine Sicht von außen dazu geholt und lasse auch Dritte über meine Bilder schauen. Und natürlich mache auch ich Fehler, zu Beginn und sicherlich auch heute noch! Aber ich bin davon überzeugt, dass es Fehler gibt die man selber machen muss um sich persönlich weiter zu entwickeln. Mit Corinna, die mir mittlerweile sehr ans Herz gewachsen ist, hätte ich tatsächlich sogar jemanden in meinem Umfeld an den ich es abgeben könnte. Sie fühlt sich nicht nur vor und hinter der Cam wohl sondern ist auch eine erfahrene Mediendesignerin. Corinna hat mir bei Adobe InDesign, das Programm in dem ich meine Druckdaten setze, aufs Pferd geholfen. An dieser Stelle noch einmal ganz lieben Dank! Aber den Prozess der Bildauswahl bis hin zur Platzierung jedes einzelnen Bildes würde ich nicht aus der Hand geben wollen. Es ist einer der wertvollsten Entwicklungsprozesse und entscheidet darüber wieviel von mir dann noch im Ergebnis steckt.

Ich bin zu 100% für das Ergebnis verantwortlich. Auch für die Dinge, die vielleicht noch nicht gut umgesetzt sind. Ich kann mich nicht mehr verstecken und muss mich meiner Selbstkritik stellen. Dieser Prozess immer wieder aus Neue abzuwägen macht etwas ganz Entscheidendes mit dir. Du begegnest dir und deinen Bildern auf eine sehr intensive Weise. Die ausgewählten Bilder und Bildstrecken müssen allen eigenen Gedanken dazu standhalten.

Wer sich jetzt sagt: „Ich kann am Ende auf das fertige Ergebnis ja immer noch Einfluss nehmen!“ Nein, könnt ihr nicht wirklich! Sobald ihr diesen Prozess an einen Dritten abgebt, habt ihr für Euch bereits entschieden ein Stück weit die Verantwortung abzugeben und Kompromisse zu akzeptieren. Und ihr seit den essenziellen Weg des ständigen Abwägens nicht selber gegangen. Jetzt könnt ihr natürlich noch ein, zwei Bilder anders platzieren. Es ist aber nicht mehr zu 100% euer Werk.

KEINER SCHAUT DURCH MEINE BRILLE

Mich hat dieser Prozess immer wieder aufs Neue unfassbar weitergebracht und mit jedem neuen Bildband konnte ich weiterwachsen. Für mich ein ganz wichtiger NEXT LEVEL in meiner Entwicklung.

In diesem Zusammenhang sollte noch erwähnt werden, dass Peter Lindbergh mit „Untold Stories“ erstmals eine Ausstellung komplett selbst kuratiert hat. Ich kann euch dazu nur wärmstens das Interview von Felix Krämer mit Peter Lindbergh ans Herz legen (veröffentlicht im Ausstellungskatalog zu „Untold Stories“). Hier Beschreibt Peter Lindbergh wie intensiv und tiefgreifen die Erfahrung war, die er beim Kuratieren von „Untold Stories“ gemacht hat. Wie wertvoll dieser Prozess für ihn war. Und wie es ihn oftmals an seine eigenen Grenzen geführt hat. Auch wenn euch euer Projekt kleiner und überschaubarer erscheint, die Konsequenz daraus ist die gleiche.

Peter Lindbergh: „Ich fühle mich für jedes einzelne Foto in meiner Ausstellung total verantwortlich und das ist fantastisch. Ich hatte nichts, um mich dahinter zu verstecken.“ „Aber jetzt, da ich diese Aufgabe allein bewältigen muss, tun sich Tiefen auf, mit denen ich mich intensiv beschäftige und die mir manchmal Angst machen und mich vor die Frage stellen: Wer bist du eigentlich und woher kommen diese ganzen Bilder? Und natürlich: Warum so und nicht anders?“ Quelle: Peter Lindbergh, Untold Stories, Taschen (2020)

Er spricht mir so aus dem Herzen, wenn ich an meinen eigenen Weg denke, den ich 2017 begonnen habe. Und es lässt mich erahnen das ich nicht ganz so falsch liege.

Euch eine gute Zeit

Boris

Online-Coaching

Da es deine ganz individuelle Zeit mit mir ist, kannst du bei der Wahl der Inhalte über mein gesamtes Know-how verfügen. Bei mir gibt es keine Geheimniskrämerei. Wir können alle Themen angehen, die nicht direkt innerhalb eines Shootings vermittelt werden müssen. Wir stimmen vorab per E-Mail ab, was für dich genau an unserem Coaching-Tag Priorität hat. Ggf. bekommst du vorab von mir einen Fragenbogen mit ein paar „Hausaufgaben“.

So ein Online-Einzelcoaching bietet sich zum Beispiel für folgende Themen an:

  • Grundlegende Fragen zu meinen Kameraeinstellungen
  • Bildauswahl (Picking) und Portfolioreview. Auch für Publikationen
  • Feedback zu Eurer Arbeit
  • Mein Workflow für meine Bilder. Wie gebe ich meinen Bildern in Lightroom und Photoshop den letzten Schliff?
  • Alle Fragen rund um die Entwicklung und Veröffentlichung der eigenen Printpublikation – Wer hier tiefer eintauchen möchte, für den ist sicherlich das folgende Coachingformat interessant, das ich auch als Online-Coaching anbiete, siehe Print & Publish your own Photobook – von der Idee bis zum eigenen Bildband
  • Mindset und eigene Bildsprache – Welche essenziellen Merkmale prägen die Bildsprache?
  • Welche Elemente sind wichtig, damit Bilder mit Seele entstehen können? Woran liegt es, dass ein Bild euch berührt und ein anderes eben nicht und wie könnt ihr es beeinflussen?
  • Was genau sind meine Zutaten dazu, dass ein Bild den Bildbetrachter berührt, ihn zum Verweilen einlädt und sein Kopfkino anregt, um sich eigene Gedanken zu machen?
  • Modell-Kommunikation

Das Online-Coaching erfolgt über Microsoft Teams. Die Session läuft via Zugangslink über deinen Browser. Du benötigst dazu also keinen eigenen Account. Das Online-Coaching (2,5 Stunden) mit mir kostet Dich  299,- Euro. Es kann auch stundenweise verlängert werden.

Unseren Termin stimmen wir individuell ab, schreib mir einfach. Anfrage und Buchung bitte per E-Mail an kontakt@borisbethge.de 

Schreib mir gerne in deine Anfrage auch schon, welche Themen du mit mir angehen möchtest.

Es gelten meine Event-Teilnahmebedingungen

 

 

Buchrezession zu „Fifty Shades of Boris´ Light“

Die Redaktion von SWAN Magazine hat eine Buchrezession über die Ausgabe #04 „Fifty Shades of Boris´Light“ herausgegeben.

So ist “Fifty Shades of Boris’ Light” mehr als nur die vierte Ausgabe seines streng limitierten Fine Art Magazines oder “irgendeine Sonderausgabe”, sondern der gedruckte Beweis dafür, dass private Fotoprojekte nicht nur den Künstler selbst bereichern, sondern Respekt und Aufmerksamkeit verdient haben. Boris beweist auch mit dieser Ausgabe wieder, dass er Fine Art macht, denkt und inszeniert. Und das meisterhaft. Eine große Inspirationsquelle für Peoplefotografen!

Zur ausführlichen Rezession geht es HIER

Zu Gast beim Podcast Auditive Augenblicke

Ich spreche mit Marc Kandel über mein abruptes Ende, bevor meine Karriere als Fotograf überhaupt starten konnte und meine sehr individuelle Motivation später dann doch zur Kamera zu greifen. Und warum ich von all den beruflichen Etappen dazwischen heute in meiner Fotografie profitiere. Und was mich treibt meine Arbeiten in gedruckter Form zu publizieren. Und Vieles mehr.

HIER geht es zur Sendung