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Mich hatte kürzlich auf einem Fotografen- und Model-Meetup in Bremen ein Kollege gefragt: „Boris, dich gibt es nur in sw, oder?“ Tatsächlich belichte ich überwiegend in sw aus, da es mir oft für die gewünschte Bildstimmung besser gefällt, authentischer und echter rüber kommt. Da meine Bildsprache ausschließlich facefocused ist, sage ich immer: „Ich mache sensual-PORTRÄTS!“, auch wenn es vom Schnitt in den Ganzkörper-Bereich geht. Es ist fast immer der Ausdruck, der ins Bild zieht um dann die weiteren Gestaltungselemente preis zu geben. Farbakzente lenken mir da oftmals zu sehr ab.

Natürlich weiß ich bei vielen Bildern bereits beim Shoot ob ich es in Farbe oder sw präsentiere. Es ist für mich aber kein Dogma, dass für alle meine Bilder gelten muss. Es gibt Bilder, bei denen die Bildstimmung in Farbe für mich einfach besser transportiert wird, wie z. B direkte Gegenlicht-Setups, bei denen die smoothe, pastellige Lichtstimmung in sw ehre flach und langweilig wirken würde oder wenn die Bilder bereits bei der Aufnahme im passendem Farbklima reingelaufen sind. Da ich meine Bildsprache nicht durch dominante Farblooks überlagere, sollte bei mir das Farbklima bereits bei der Aufnahme für mich stimmig sein.

Es ist übrigens eine eher dogmatische Sicht, dass man Tageslicht erst begreift, wenn man vorher auch mit Studiolicht gearbeitet hat. Ich z. B. habe das Sehen von Licht ausschließlich über meine Arbeit mit Tageslicht begriffen.
Euch eine gute Zeit
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Moin ihr Lieben, ich arbeite grade an meinem Projekt „fifty shades of natural light by Boris“
wer mich kennt, weis, dass ich für meine OnLocation-Bilder bevorzugt einen kleinen möblierten Raum nutze. Es gibt glaube ich kaum einen anderen Fotografen, der eine Location so exzessiv aber auch vielseitig nutzt, wie ich. Ich bin grade dabei 50 Bilder auszuwählen, die alle mit der selben Cam, dem selben Objektiv, im selben Raum entstanden sind, aber in der Lichtsetzung, -stimmung, Perspektive, Bildaufbau u. ä. sehr unterschiedlich sind.
Ich möchte damit auch Mut machen und aufzeigen, wie unterschiedlich man eine Location nutzen kann wenn man aus seiner Komfortzone heraus tritt und durch kleine Veränderungen am Setting eindrucksvoll andere Bilder bekommt. Und es übt unglaublich das Auge zu: „Licht sehen“. Grade der geschickte Umgang mit „gerichtetem“ Tageslicht macht ein Bild erst richtig interessant, finde ich. Die Bilder hier sind mit der bezaubernden Chrissi entstanden. Sozusagen stellvertretend für two out of fifty shades.

Für mich grade super spannend, da ich dabei viele meiner Shoots Revue passieren lasse und neu reflektiere. Besonders auch die Frage: „Würde ich es heute anders machen?“. Übrigens werde ich bei den Settings, bei denen ich mir da ein „Ja“ gebe, entsprechend einige neue Shoots planen um mich dieser Herausforderung zu stellen. Und vielleicht werde ich bei dieser Betrachtung noch viele neue Möglichkeiten entdecken.

Ich bin mir nur noch nicht ganz klar, wie und wo ich die Ergebnisse veröffentlichen werde. Ob als Blog-Beitrag oder vielleicht in einen Special in meinem FineArt-Magazin, mal schauen. Update: Das Projekt würde mittlerweile in Ausgabe #04 „Fifty Shades of Boris´ Light“ umgesetzt.
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Manch einen verblüfft meine Antwort darauf. Natürlich habe ich Grundideen im Kopf. Das kann auch eines meiner Dauerprojekte sein, wie z. B. „Tage am Meer“. Hier geht es mir um Wind im Gesicht, Salz auf der Haut und die Leichtigkeit eines unbeschwerten Tages. Dies sind dann aber keine fertigen Bilder im Kopf, sondern oft ein Thema, dass mit Gefühlen und Emotionen verbunden ist.
Die eigentliche Kreativität ziehe ich aus dem Flow mit den Menschen, die sich meiner Kamera anvertrauen. Ich versuche so wenig wie möglich zu steuern. Kein „Stell dich mal da hin und nehme mal die Hand ans Kinn, ah etwas tiefer, einen Moment noch!“ Ich habe die Erfahrung gemacht, dass mir bei diesem Gestaltungsdrang die Authentizität und Empathie in meinen Bildern verloren gehen würde.
Meine Bilder entstehen aus der Situation im Flow, oft aus der Bewegung und einer unverstellten Stimmung während des Shootings.


Dies funktioniert, wenn der Draht zwischen mir und den Menschen vor der Kamera unverstellte Bilder zulässt. Wenn mich dann eine zufällige Geste aufs Neue inspiriert, schaffe ich einen Rahmen für das nächste Setting und lasse wieder los, ohne den Kontakt zu verlieren. Man könnte auch sagen „es läuft“; meint aber, nicht auf der technischen sondern auf der Empathie-Ebene.

Diese Bilder-Strecke hier ist mit der bezaubernden Nicole entstanden und es war wieder einer dieser Tage an denen alles passt. Die Kamera nicht mehr als solche wahrgenommen wird, nicht zwischen uns steht. Auch ein Grund, warum ich mit sehr reduziertem technischem Aufwand arbeite. Eine Cam und ein Objektiv.
Ein weitere, ganz besondere, Strecke mit Nicole kommt übrigens exklusiv in die zweite Ausgabe meines FineArt-Magazins, die ich Ende des Jahres herausbringe. Mehr zu meinem selbst verlegten Magazin gibt es hier: FineArt-Magazin „BORIS BETHGE“
Ich bin Nicole so unglaublich dankbar, dass diese Bilder entstehen konnten!!!



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Meine Bilder in gedruckter Form zu publizieren ist schon lange ein Herzenswunsch. Für Euch hier auf den Bildern und Euch, die ihr meine Arbeit schätzt. Man steckt gemeinsam so viel Zeit und Empathie in die Bilder. Online sind diese aber so flüchtig in der Wahrnehmung und vergänglich wie eine Eintagsfliege. Erst in gedruckter Form ist es ein Bild! und kann mit allen Sinnen wahrgenommen werden. So ist dieses FineArt-Magazin zu einem besonderen Herz-Projekt geworden.
Es ist eines meiner spannendsten Projekte! Alles ist neu. Ich sitze hier grade am Satzlayout für das Magazin und gestalte die Bildstrecken. Besonders viel Spaß macht mir die Auswahl der Bilder. Die Entscheidung für das eine, gegen das andere Bild fällt mir dafür grade aber umso schwerer.
Auf den Inhalt bin ich besonders stolz
Ich shoote bereits seit einigen Monaten Strecken / Bilder, die exklusiv in gedruckter Form in meinem Magazin veröffentlicht werden. Für die Umsetzung der Sensual-Nude-Strecken haben sich mir wieder soooo wundervolle Menschen anvertraut. Die Bilder der 9 Bildstrecken sind natürlich in der von mir gewohnten Handschrift. Für die Strecke mit der bezaubernden Aleksandra wird der zweite Teil Mitte Januar geshootet und geht dann ganz frisch mit in den FineArt-Print. Aleksandra habe ich eigentlich bei einem meiner Shootings als Make-up-Artist kennengelernt (siehe Bild). Ich wusste aber sofort, mit ihr möchte ich bezaubernde Bilder umsetzen. Wir haben auch gleich einen Termin vereinbart und den ersten Teil der Strecke im Dezember geshootet. Es war Aleksandras allererstes Shooting! Kaum zu glauben, wenn ihr die Bilder im Magazin erst sehen werdet – breathtaking.

Lina habe ich das erste Mal bei einem Shooting im November 2016 kennengelernt. Ihr bezauberndes und natürliches Wesen hat mich da schon begeistert. Die Strecke für das Magazin ist im November 2017 entstanden.

Der Wolf im Scharfspelz // ein MAG in FineArt-Qualität
Mein FineArt-Magazin wird zwar mit einer Seitenstärke von 70 Seiten daher kommen, steht aber einem Bildband von der Qualität des Drucks, des gewählten Papiers, der GRÖSSE und Grammatur in nichts nach! Umsetzen werde ich es mit einer regionalen Druckerei, die mir auch meine Sonderwünsche erfüllen kann. Ich möchte, dass ihr die Bilder mit allen Sinnen wahrnehmen könnt. Umso wichtiger für mich, bei der Präsentation der Bilder, keine Kompromisse zu machen. Druckqualität, Grammatur, Haptik des Papieres sowie Layout und GRÖSSE werden der Bezeichnung FineArt in guter Weise gerecht. Das Cover, eine Hommage an die alte Buchdruckkunst, wird auf einem über 100 Jahre alten Heidelberger Zylinder gefertigt. Die Tage erfolgt ein Probeandruck um zu schauen ob alles passt.
Das Format wird 24 x 32 cm GROSS sein und auch bildfüllend über beide Seiten genutzt werden. 9 Strecken auf 72 Seiten mit 16 wundervollen Menschen!
Veröffentlichung der ersten Ausgabe #01, 16. Februar 2018.
Zu meinem FineArt-Magazin geht es HIER
Ich bin gespannt, wie es bei Euch ankommt!!
follow my journey
Boris
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Caro habe ich im Mai 2017 auf meiner Shootingtour in Dresden kennengelernt. Als sie dann bei mir im hohen Norden zu Besuch war, hab ich mich riesig gefreut! Dabei ist dann auch diese geniale Bilder-Strecke entstanden. Meine Vorliebe fürs Querformat ist glaube ich deutlich zu erkennen.

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Ein besonderer Soot für das ELEGANT Magazine
model | Corinna Kahrs
h&m | Sami Alla
photo | Boris Bethge
print | ELLEGANT Magazine









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Die Bildidee: Einfach in Gedanken dem Alltag entfliehen, vielleicht in die Karibik. Wir alle wünschen uns Rückzugsinseln, um uns wieder zu erden. Meine Insel ist die Fotografie. Wenn ich zur Kamera greife, vergesse ich alles um mich herum. Alltagsprobleme werden winzig klein und ich kann in meine Welt eintauchen, manches mal mit einem leicht verzücktem Lächeln. Wieder mal ein cooler Shoot für das B-Authentique Magazine. Für dieses Setting habe ich eigens eine Regendusche in meiner Bibliothek aufgebaut. Das Parkett ist tatsächlich trocken geblieben. Ganz lieben Dank an das Team. Die bezaubernde Mayté und auch an Talitha für die helping Hands.



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Yeah! nicht nur eine komplette Editorial-Printstrecke sondern auch noch das Cover. Da wir vorher noch ein paar Polas im Studio für Lisas Agentur gemacht haben, ist sie zuerst zu mir gekommen. Wie wir dann zur Location aufgebrochen sind, gab es auf den Weg Schlagregen mit max. 5m Sicht, Sturm und Äste die quer über die Straße fegten. Dann die Locatioen erreicht und tadddaaaaaa, hatten wir dann doch wieder geniales Wetter und gutes Licht. Ganz ehrlich, wir hatten unsere Felle aber echt schon weg schwimmen sehen. Umso mehr konnten wir uns dann während des Shootings für die Ergebnisse begeistern


Es gab dann zwar noch einen Schauer, den konnten wir aber in einem Hafenspeicher überbrücken und haben einfach ein altes Treppenhaus als Location genutzt. So muss das!


























